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Der Herbst ist lecker!

Also ich finde, bei dem trüben, kalten Wetter, ist es in der Küche immer besonders heimelig. Für uns war bei der Hausplanung von vorneherein klar: Die Küche ist der wichtigste Raum im ganzen Haus, hier findet das meiste Leben statt. Und da die besten Partys ohnehin immer in der Küche enden, ist bei uns Wohn- Ess- und Küchenbereich einfach alles eins.

Jetzt im Herbst, wenn es so richtig nass, kalt und windig ist draußen ist es doppelt so schön, ein paar leckere Muffins im Ofen oder eine Maronencremesuppe auf dem Herd zu haben. Außerdem haben jetzt besonders leckere Sachen Saison und wer Glück hat, kann sie direkt aus dem eigenen Garten holen.

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Und weil ich so eine kleine Küchenhexe bin, teile ich gerne ein paar von meinen Lieblingsrezepten mit euch.

Das Folgende kann ich z. B. sehr zu einem leckeren Wein empfehlen. Herr Schneeschaf hätte es am liebsten am nächsten Abend gleich noch mal gegessen. Ich muss mich allerdings für einige “aus dem Handgelenk-Mengenangaben” entschuldigen. Da ich mir viele Rezepte selbst ausdenke, gibt’s einfach nichts Genaueres, aber jeder, der ab und an mal kocht, kommt damit bestimmt klar. 😉

 

Schneeschafs Herbstfladen

Zutaten

für den Hefeteig:

120g Weizenmehl
80g Roggenmehl Type 997
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
einen Schuss Olivenöl
einen Schuss dunklen Balsamico-Essig
1 TL Salz
lauwarmes Wasser

für den Belag:

70 – 80g Ziegenfrischkäse
je nach Wunsch etwa 100g
saure Sahne, Schmand oder Créme fraîche
etwas Milch
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel
1 kleine Birne
Pilze, je nach Wunsch
Serrano Schinken
geriebener Käse, z. B. Gryére

 

Zubereitung

Die Hefe in ein wenig lauwarmes Wasser bröckeln, eine Prise Zucker hinzugeben und warten bis Bläschen aufsteigen. Die beiden Mehlsorten, je einen Schuss Olivenöl und Balsamico-Essig und einen TL Salz hinzugeben und am besten in der Küchenmaschine beginnen den Teig zu kneten. Jetzt nach und nach nur so viel lauwarmes Wasser hinzugeben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Es ist nicht so schlimm, wenn er noch ein wenig zu klebrig ist, erfahrungsgemäß geht er dann einfacher und wenn man ihn später bearbeiten möchte, kann man immer noch Mehl dazugeben. (Darum knete ich Hefeteig auch gerne zunächst in der Küchenmaschine.)

Jetzt kann der Teig erst mal eine Weile in Ruhe gehen, wenn es in der Küche nicht so gemütlich warm ist und der Teig sich ein wenig schwer tut “in die Puschen zu kommen”, schalte ich den Backofen bei der geringsten Temperatur (so das der Ofen gerade angeht, ca. 40-50 Grad) auf Ober-/ Unterhitze und verschaffe ihm so ein warmes Plätzchen.

Wenn der Teig seine Größe verdoppelt hat, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, evtl. mit etwas Mehl bepudern und mit den Händen zu einem flachen, ruhig unregelmäßigen Fladen drücken. (Teigrolle geht je nach Randhöhe des Blechs natürlich auch, aber mit den Händen macht es mehr Spaß und schaut rustikaler aus.

Ziegenkäse und saure Sahne (oder Schmand / Créme fraîche) mit etwas Milch glattrühren und auf den Fladen streichen. Zwiebel, Birne und Pilze in feine Scheiben schneiden und den Fladen damit belegen. Dann den Serrano Schinken ein wenig zerrupfen und ebenfalls drauflegen. Pfeffer aus der Mühle und geriebenen Käse obendrauf und ab damit in den vorgeheizten Ofen. (Bei mir bei knapp 200 Grad bei Ober- / Unterhitze … wie lange habe ich leider nicht aufgepasst … sorry, aber man sieht ja, wenn’s fertig ist. 😉 )

Und ich verspreche: Beim nächsten mal (und das ist sicher bald) denke ich auch daran ein Foto zu machen, das reiche ich dann nach.)

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Werkstattbericht

Die Färberei für das nächste Update lief wie am Schnürchen. Vermutlich hatte ich so etwas, was man landläufig einen “Flow” nennt. – Nein! Nicht Floh! Den habe ich zwar auch manchmal im Ohr, aber ich meine den Zustand in dem fast schon automatisch eines ins andere greift, wie auf einer Riesenwelle einfach alles voranrollt und man das Gefühl hat, man kann gar nicht damit aufhören.

 

Das Ergebnis ist ein schöner Haufen wunderbarer Garne, vor allem das Audrey’s Lace hat mich wieder in Staunen versetzt. Wunderbare tiefe, dunkle, satte Farben sind es diesmal. Gerade bei der einen Farbe bin ich gespannt, ob ich sie überhaupt vernünftig fotografieren kann – fast ganz schwarz mit einem leichten Schimmer von mattem dunklem Violett. Würde ich mir mal wieder gerne selbst unter den Nagel reißen, die Versuchung ist groß.

 

Neue Garnsorten sind in Planung. Das heißt, eine davon ist gerade vom netten DHL-Menschen vorbei gebracht worden und schaut schon mal sehr vielversprechend aus. Allerdings bedeutet das auch hier wieder eine fiese Wickelei, denn das Garn gibt es nur auf Kone. Da entringt sich ein tiefer Stoßseufzer der Färberinnenbrust. – und deshalb …

 

genau deshalb habe ich mich jetzt endlich getraut. Diese abenteuerliche Eigenkonstruktion, gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an:

 

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Ich habe lange mit mir gekämpft und die Entscheidung immer wieder vertagt. Erst als mir gestern dann wirklich schlimm das Handgelenk weh tat, habe ich beschlossen, dass die Quälerei jetzt ein Ende haben muss und ein professioneller elektrischer “Skein Winder” wurde in den USA geordert. Sowas ist teuer und alleine die Fracht, Zoll und Steuern machen noch mal über ein Viertel des gesamten Preises aus. Da muss eine alte Frau lange für färben sage ich euch. Aber die fette Kröte ist jetzt geschluckt und darum sitze ich jetzt lieber auch nicht länger am Rechner herum, sondern mache mich besser an die Arbeit, denn vernünftiges Arbeitsgerät muss erst mal verdient werden. Los geht’s!

Hawthorne

ist fertig! Gestrickt zumindest. Wie ich dieses Teil allerdings spannen soll, ist mir im Moment noch schleierhaft. Ich muss mir erst eine kindersichere Stelle suchen, schließlich vertragen sich Stecknadeln und kleine, extrem neugierige Menschlein nur sehr ungut. Also gibt es derzeit nur relativ verknautschtes Bild vom WIP. Aber ich liebe ihn jetzt schon!

 

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Seifenoper

Wolle färben und Seife machen gehören zusammen wie Hanni und Nanni, wie Brad und Angelina … oder wie Susi und Stolch. … Quatsch!?

Find’ ich nicht und ich erkläre euch auch warum:

 

1. Die Färbeküche schaut ohnehin schon aus wie ein Schweinestall, da kann man gleich noch ein wenig mehr Sauerei veranstalten.

2. Das benötigte “Arbeitsumfeld” ist sehr ähnlich. Man braucht Wasser, etwas zum Erhitzen, Strom …

3. Man halt als Färberin ständig schmutzige Hände und braucht VIEL Seife.

4. Falls mit der Natronlauge mal was schief geht, hat man gleich den Essig da – zum Neutralisieren.

5. Nach dem Seife machen ist die Färbeküche wieder schön sauber.

 

Seifenoper

 

Und man hat anschließend echt hübsche Seife!

Im Bild: Zimthupfseife mit Mohn

Groupies gesucht!

Nein nein! Nicht was ihr denkt! Was soll denn mein kleiner Sohn denken, wenn die Presse unser Haus belagert und die Menschen in unserem Garten zelten …

*ggg* … Bin heute albern – tschuldigung ….

Eigentlich wollt’ ich nur sagen:

Sie ist fertig die

Button für Ravelry 2– Group bei

 

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Groupies jederzeit herzlich willkommen!

nahmen geradezu unheimliche Dinge ihren Lauf. Das kleine Schneeschaf schlummerte bereits seit einiger Zeit friedlich im Bettchen und die großen Bewohner der Schafgasse 11 hatten lecker gegessen und im Garten noch ein wenig mit den Nachbarn geschwätzt. Doch dann durchbrach plötzlich arbeitsame Aktivität die friedliche Stille der Sommernacht.

 

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Die Kisten wurden aufgebaut …

 

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… die ausgedruckten Bestellungen sortiert und zum packen bereitgelegt …

 

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… gestaunt wie nach und nach immer mehr Stränge aus den Kästchen verschwanden …

 

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… und noch mehr darüber gestaunt, dass ein “Packset M” fast zu klein sein kann für eine einzige Bestellung.

 

Herr Schneeschaf sorgte dabei für gute Stimmung indem er sich als Kommissionier-Roboter R2Woll2 betätigte und auch mitunter dafür das Frau Schneeschaf vor lauter Lachen haltlos über den Paketen zusammenbrach. – Aber keine Angst, trotz einer Menge Spaß bei der Arbeit, waren wir sehr ordentlich, wie immer. 😉

 

Um zwanzig vor Zwölf sind wir dann auch – lautlos diesmal – in die Betten gefallen.

 

Montag früh geht’s zur Post und dann muss neues Garn nachgeordert werden. Schließlich brauche ich Nachschub. 😉

 

Noch eine wichtige Frage an euch:

Ich bin gefragt worden, ob das Schneeschaf nicht eine eigene Ravelry-Group einrichten möchte. Habt ihr Interesse?

Ihr Lieben …

Ihr seid wirklich toll! Und ich habe mich so, über eure zahlreichen Bestellungen gefreut, dass ich heute früh erst mal noch schnell …

 

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… für ein paar kleine Überraschungen für Euch gesorgt habe.